Portrait Rebecca vor gelbem Hintergrund. Text = "Du bist unfotogen? Stimmt nicht."

Du denkst, Du bist unfotogen? Warum das nicht stimmt.

Unfotogen zu sein ist oftmals ein Irrglaube der viel mit unserer Selbstwahrnehmung zu tun hat. Die Gründe zu kennen ist der erste Schritt, diese Hürde zu überwinden. Und mit ein paar zusätzlichen Tipps freust auch Du Dich bald auf ein entspanntes Fotoerlebnis.

Warum die Scheu vor der Kamera Dir keinen Gefallen tut

Gerade viele Frauen scheuen sich, selbst vor die Kamera zu treten.

In Deiner Katzen-Fotosession wäre es aber extrem schade, wenn Du es dadurch versäumst, wertvolle und einzigartige Momentaufnahmen mit Deiner Samtpfote zu erhalten.

Und wenn Du Dich als Solo-Selbstständige Deinen Interessentinnen nicht zeigst, verpasst Du jede Menge Chancen, Kontakte und Kundinnen zu gewinnen.

Warum Du denkst, Du seist unfotogen

Kennst Du diese Situation? Du siehst ein Foto von Dir und zuckst innerlich zusammen. Sofort fallen Dir all die Dinge auf, die Dir nicht gefallen: die Pose, Dein Gesicht, Deine Kleidung. Die Liste könnten wir wahrscheinlich unendlich weiterführen.

Beim nächsten Mal schaust Du aus Verlegenheit schon gar nicht mehr hin. Und irgendwann magst Du selbst gar nicht mehr fotografiert werden. Dann bist Du diejenige, die sich auf Gruppenfotos gerne in die hintere Reihe versteckt.

Die Überzeugung, unfotogen zu sein, hat sich tief in Dir verankert.

Doch wenn wir mal objektiv an die Sache herangehen, gibt es gute Gründe dafür, warum Du Dich selbst nicht so gerne auf Fotos siehst.

Dein Spiegelbild täuscht Dich

Eigentlich sehen wir uns selbst immer nur durch unser eigenes Spiegelbild. Und das zeigt uns die Tatsachen tatsächlich ein bisschen verzerrt an.

Denn meistens schauen wir uns doch lediglich im Badezimmer-Spiegel an. Hier sehen wir aber hauptsächlich nur unser Gesicht. Und das auch noch aus nächster Nähe. Dadurch wirkt alles viel größer und wir nehmen uns nicht als Ganzes wahr. Hinzu kommt, dass alles auch noch spiegelverkehrt ist.

Unsere Augen nehmen uns hier einfach ganz anders wahr als wenn wir uns auf einem Foto anschauen, das von etwas weiter weg aufgenommen wurde. Plötzlich wird 3D zu 2D und alles sieht fremd aus.

Selfies verstärken übrigens diesen Effekt, denn auch hier sehen wir in den meisten Fällen nur unser Gesicht recht nah an der Kamera.

Du wurdest falsch fotografiert

Wie das Foto entstanden ist, kann einen großen Anteil daran haben, wie Du Dich selbst darauf findest. Gerade im Privatleben werden kleine aber wichtige Details übersehen, Ausleuchtung und Positionierung bleiben nebensächlich.

Aber selbst wenn Du bei einem Fotostudio warst kann es vorkommen, dass Du Dich auf dem Resultat selbst nicht magst. Ist mir selber auch schon einige Male passiert. Z.B. wenn der Fotograf schlecht angeleitet hat oder auf Bedenken/Vorlieben nicht eingegangen ist.

Die eigenen Gefühle sind im Weg

Die Situation im Fotostudio kann oft steif und unangenehm sein. Vor allem für diejenigen unter uns, die keine regelmäßigen Fotosessions buchen.

Und das sieht man auf den Bildern. Das subtile Verkrampfen. Ein Lächeln, das die Augen nicht erreicht. Deine Gedanken spiegeln sich förmlich in Deinem Blick und lassen das Bild wie eine Pflicht statt einer Kür wirken.

Dadurch wird die Fotosession zur schlechten Erinnerung. Und wenn das häufiger passiert ist, festigt sich der Glaube, dass es an Dir liegen muss. Dabei hast Du einfach noch nicht die richtige Fotografin für Dich gefunden.

Du weißt nicht, wie Du Dich in Pose bringst

Doch warum fühlen wir uns häufig steif und unwohl, wenn wir fotografiert werden?

Weil wir nicht gelernt haben, wie wir uns am besten positionieren.

Wir wissen nicht, wie wir uns hinstellen oder setzen sollen. Geschweige denn, was wir mit unseren Händen tun sollen.

Und wenn dann auch noch kaum Anleitung bzw. Feedback vom Fotografen kommt, fühlen wir uns sofort unbehaglich.

Selbstkritik

Am schwerwiegendsten von allen Gründen mag jedoch sein, dass wir sofort jeden noch so kleinen Makel von uns sehen, selbst wenn diese anderen gar nicht auffallen.

Das asymmetrische Gesicht (hat übrigens jede), die nicht perfekt sitzende Frisur (wer hat die schon), das Gewicht (da haben wir alle unsere Probleme mit), und so weiter…

Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, vergleichen wir uns ständig mit anderen, die (in unseren Augen) viel besser aussehen als wir selbst. Allen voran Models und Schauspielerinnen, deren Konterfei uns täglich in Hochglanz-Magazinen und Social Media anlächelt.

Übung macht die Meisterin

Aber auch Models sahen nicht von Anfang an gut auf Fotos aus. Wie so ziemlich alles braucht es Übung, um in etwas besser und letztendlich gut zu werden. Schon ein paar kleine Übungen können hier Großes bewirken.

Mit einer Selfie Challenge kannst Du Dich z.B. besser kennen lernen. Setzte Dir einen Zeitraum (z.B. 30 Tage) und erstelle jeden Tag ein Selfie. Dadurch wirst Du vertraut damit, wie Du auf Bildern aussiehst und gewöhnst Dich an den Anblick.

Probiere dabei verschiedene Winkel, Posen, Gesichtszüge etc. Schnell wirst Du merken, wie Du Dich am liebsten magst und bist dann für die nächste Fotosession besser gewappnet.

Posieren kannst Du übrigens auch erst einmal ohne Smart Phone vor dem Spiegel üben. Am besten suchst Du Dir dafür jedoch vielleicht einen Ganzkörper-Spiegel, um die angesprochenen Täuschungen zu minimieren.

Mache Dich damit vertraut, wie sich eine Pose oder ein Gesichtsausdruck für Dich anfühlt. Dann kannst Du sie auch abrufen, wenn Du statt in einen Spiegel in eine Kamera schaust.

Das habe übrigens auch ich gemacht, als ich vor Jahren anfing auf Conventions zu gehen. Auf meinen ersten Fotos mit den Schauspielern fand ich mich einfach nur schrecklich. Also habe ich zuhause geübt und mit der Zeit wurden die Bilder immer besser. Bis es irgendwann ganz entspannt und natürlich für mich war, vor die Kamera neben einen bekannten Menschen zu treten, ein paar nette Worte zu sagen und das Foto machen zu lassen. Und das Ganze sogar innerhalb nur weniger Sekunden.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Du auch mal experimentierst und Dich nicht nur auf eine Pose und einen Gesichtsausdruck festlegst. Abwechslung hilft Dir, Dich in Fotosessions entspannter zu fühlen und selbstbewusster zu wirken.

Du hältst Dich für unfotogen? Lass Dich trotzdem fotografieren!

Auch wenn es Dir vielleicht aktuell noch davor graust – je öfter Du vor der Kamera stehst, umso weniger scheust Du Dich davor. Und je öfter Du Dich im Resultat auf Fotos betrachtest, umso eher magst Du Dich auch darauf.

Denke daran, dass Fotos Erinnerungen bewahren, die sonst verloren gehen. Häufig kommt uns eine Situation oder ein Gefühl erst wieder ins Gedächtnis, wenn wir die entsprechende Fotografie dazu betrachten. Es wäre doch wirklich schade, wenn all die kleinen aber besonderen Momente mit Deiner Katze irgendwann verblassen und komplett vergessen werden.

Für Dein Business ist es umso wichtiger, Dich authentisch und nahbar zu zeigen. Denn nur so findet Dich auch Deine ideale Kundin. Als Solo-Selbstständige kannst Du Dich nicht hinter einen großen Marke verstecken. Du bist die direkte Ansprechpartnerin und somit das Gesicht Deines Businesses.

Und wenn Du jetzt immer noch denkst, dass Du erst noch was an Dir ändern musst, dann schau Dir doch mal alte Fotos von Dir an. Du findest, Du sahst dort wesentlich besser aus? Glaub ich Dir gerne. Hast Du Dich damals auch so gefühlt? Wohl eher nicht.

Wir alle verändern uns im Laufe der Zeit. Und wir sehen jetzt so viel besser aus als unser zukünftiges Ich.

Also lass die Fotos machen. Ich verspreche Dir: in 10 Jahren wirst Du froh sein, die Aufnahmen von heute zu haben. Und Du wirst denken „Wie gut ich damals aussah!“

Und zu guter Letzt solltest Du Dir die Zeit nehmen, die richtige Fotografin für Dich zu finden. Es kommt nicht nur auf den Bildstil an, sondern auch auf das Drumherum. Wenn die Chemie zwischen Euch stimmt, fühlst Du Dich gleich wesentlich entspannter. Und die richtige Fotografin nimmt sich Deiner Sorgen an, leitet Dich durch die Fotosession und bewahrt währenddessen die Lockerheit.

Hast Du Dich wiedererkannt? Was ist Dein größtes Problem, wenn es darum geht, vor die Kamera zu treten? Schreib’s mir gerne in die Kommentare.

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Und wenn Du bereit bist, den nächsten Schritt in Richtung Fotosession zu tun, dann melde Dich einfach bei mir für Dein unverbindliches Kennenlern-Gespräch.

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3 Kommentare

  1. Liebe Rebecca,
    mit dem Thema hast du mich voll erwischt. 😉

    Ich stehe super ungern vor der Kamera und das merkt man den allermeisten Bildern auch einfach an. Gerade neulich erst wurden bei uns in der Firma Fotos gemacht, alle Mitarbeitenden vor dem gleichen Hintergrund, damit es einheitlich ausschaut. Die Fotografin macht wirklich tolle Bilder, ich habe ihr vorher gesagt wie wenig ich Bilder von mir selber mag (ich stehe aus gutem Grund in 99% der Fälle hinter der Kamera), und eine Kollegin hat mich sogar noch sehr lieb „angefeuert“ und während des Fotografierens gesagt, das sähe gut aus. Ganz gut dachte ich da noch, so schlimm könne es ja nicht werden. Tjaaah… was soll ich sagen. Auf den Fotos sehe ich aus wie ein leicht debil grinsender Teenager und definitiv nicht wie eine (halbwegs 😀 ) kompetente 39jährige. Seufz… am schlimmsten finde ich übrigens, wenn ich ein Foto von mir kommentiere, auf dem ich mich ganz furchtbar finde und dann jemand sagt, „Das ist doch ein ganz normales Bild, so siehst du doch aus“. Na danke auch… ich such mir dann mal eine große Tüte, die ich mir künftig übers Gesicht ziehen kann. 😀

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen hier teilst, liebe Anne.

      Ja, wir sind meistens selbst unsere größten Kritiker und finden jeden noch so kleinen Makel. Da hilft dann alles nichts – Augen auf (zu bringt schließlich auch nichts 😉) und durch.

      Vielleicht fragst Du Dich einfach mal, was Du denn an Dir magst. Wie würdest Du Dich gerne auf Fotos sehen? Und dann mache den Vergleich zu den Fotos, auf denen Du Dich nicht magst. Und mit ein bisschen Übung vor dem Spiegel kannst Du Dich dann langsam voran tasten.

      Das mit dem „Grinsen“ kenne ich übrigens selbst nur zu gut, allerdings eher umgekehrt. Wenn ich einen „für mich neutralen“ Gesichtsausdruck habe, sehe ich aus, als würde ich meinem Gegenüber am liebsten den Kopf abreißen. Etwas, das sich für mich wie ein leichtes Lächeln anfühlt, sieht tatsächlich dann einfach neutral aus. Und wenn ich denke ich grinse wie verrückt, habe ich ein normales Lächeln aufgesetzt.

      Wir alle nehmen uns anders war, als wir in Wirklichkeit aussehen. Und es braucht Zeit, das zu realisieren und ein besseres Körpergefühl dafür zu bekommen. (Hmm, vielleicht mache ich da mal eine Video-Reihe drüber…)

      Viel Glück dabei und lieben Gruß
      Rebecca

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